Freitag, 18.05.2012 01:13 Uhr
Artikel lesen
06.09.2010 | 10:51 h
[ 0 Kommentare bisher ]
Redaktion:

me

Fitness, TopNews 1

Mentale Power - Teil 3

Übertrage Daten...
Zum Abstimmen bitte die Anzahl der Sterne auswählen.
Heute – ja heute – ist der perfekte Tag, um mit diesem Artikel zu beginnen. Meine persönlichen Erfahrungen wann, wie und warum ich als Profi-Ironman-Athletin mentale Techniken einsetze, aufzuschreiben.

Fotos: Thomas Tajsich

Aber irgendwie sollte es nicht gelingen. Ich hatte mir die falschen „Beine“ ausgesucht, mich an einen zu langsamen Schwimmer geheftet. Bei der Wende der große Fehler: ein Blick auf die Uhr. Dann die Erkenntnis: schlechter als jemals vorstellbar. Dennoch gab ich alles. Am Schwimmausstieg konnte ich nicht glauben, dass ich wirklich so langsam war. Eine Welt zerbrach. Doch ich wusste, ich kann es besser, aber genau an diesem einen Tag, an dem es drauf ankam, klappte es nicht. Am liebsten hätte ich mich einfach in die Ecke gesetzt und geheult. Doch ich lief weiter in die Wechselzone. Wofür noch beeilen? Ist doch eh schon alles egal! Wie Engelchen und Teufelchen auf meinen Schultern haderte ich mit mir und dem weiteren Rennverlauf. Eigentlich kann ich es gleich bleiben lassen, denn eine miserable Platzierung bringt mich auch nicht weiter. Aber auf der anderen Seite wollte ich doch gerne sehen, wie konkurrenzfähig ich in den anderen beiden Disziplinen bin. Mit Bleibeinen stieg ich aufs Rad und fuhr los. Es dauerte zehn Kilometer, bis ich mich einigermaßen gefangen hatte. „Sonja, konzentrier dich, fahr! Denk nicht an das mögliche Ergebnis, denk nicht daran, was du verpatzt hast, sondern mach das Beste aus der Situation. Das war das mental härteste Rennen meines Lebens. Ein einziger Kampf gegen mich, gegen meine negativen Emotionen. Ich fuhr schlussendlich passabel Rad und legte einen soliden Marathon hin. Wahrscheinlich könnte ich jede einzelne Disziplin besser, wenn das Wörtchen wenn nicht wär … Aber das Wichtigste, was ich an dem Tag gelernt habe: Gib nie vor der Ziellinie auf. Denn so habe ich einen 13. Platz im Profi-Feld in der Tasche und sonst hätte ich nichts gehabt außer Frust. So weiß ich jetzt, dass die Emotionen das Rennen wirklich nachhaltig positiv wie negativ beeinflussen können und es ist schade, wenn man sie nicht im Griff hat und sich mitreißen lässt.

Quelle: (active woman Juli/August 2010; Text: Sonja Tajsich)
[ 0 Kommentare bisher ]
Diesen Artikel bookmarken:Mister WongYiggItLinkaARENAgoogle.comFolkdoneviewWikio
Nützliches weitere Artikel
Aktiv - Sportausrüstung

Geschenkidee: Mizuno Aerolite Golfbag in limitierter Edition

(19.10.11)

Sie haben eine echte Freundin des Golfsports in Ihrer Familie? Und Sie wissen nicht, was Sie ihr zu Weihnachten schenken sollen? Wie wäre es mit

...mehr
Workout

Nordic Fit Workout

(19.10.11)

Outdoorsport ist im Herbst ein ganz besonderes Erlebnis. Intensive Farben und angenehme Temperaturen locken in die Natur und machen Lust auf

...mehr
Workout

Skigymnastik mit Freeskierin Caja Schöpf

(19.10.11)

Fit for snow - Freeskierin Caja Schöpf zeigt, wie Sie fit in die weiße Jahreszeit starten.

...mehr
TopNews 1, Lifestyle

Echt schräg!

(30.09.11)

Mit der neuen Kollektion „Natives“ hat sich das Packs ’n Bags-Team bei Vaude das Öko-Gütesiegel „Green Shape“ verdient.

...mehr
Aktiv - Sportausrüstung

CEP - Kompression im Sport

(30.09.11)

Mehr Ausdauer, Energie und eine schnellere Regeneration stehen auf dem Wunschzettel jedes Sportlers. Was zunächst nach Doping oder

...mehr
Aktiv - Sportausrüstung

Neue Taschen für die Outdoor-Fotografie

(26.09.11)

Ob Wanderung im Gebirge, Skifahrt über die Pis-te oder Trip durch die Großstadt: Auf Outdoor-Touren ist das Fotoequipment vielen

...mehr
Artikel kommentieren
0 Kommentare bisher
Zu diesem Artikel sind noch keine Kommentare vorhanden.
Aktuelle Ausgabe