Donnerstag, 23.02.2012 11:24 Uhr
Let's Skate - Sigrid Mutschellers Langlauf-Tipps
Foto: LL Gonso

 

Wer bereits erste Skating-Erfahrungen gemacht hat, dem bietet die 1-1-Technik eine gute Möglichkeit für ans Gelände angepasste Technikvariationen. Die 1-1-Technik ist eine effektive Technik in der Ebene und in leicht ansteigendem Gelände – schnell und kraftbetont. Dabei erfolgt auf jeden Beinabdruck genau ein Doppelstockschub (deshalb 1-1). Die ausgedehnte Gleitphase dieser Technik erfordert jedoch eine ausgeprägte Gleit- und Gleichgewichtsfähigkeit. Der kraftvolle Stockeinsatz bietet übrigens auch eine gute Möglichkeit, für andere Sportarten, wie z. B. Schwimmen, die Armkraft zu trainieren. Die nachfolgende Bilderreihe zeigt einen kompletten 1-1-Zyklus.


Viel Spaß beim Skaten! Think cool! Eure Sigi

 

 

 

Zu Beginn der Bewegungsphase befindet sich der Körperschwerpunkt (KSP) in Mittelstellung, also "zwischen" den Skiern. Die Arme sind etwa schulterbreit geöffnet und leicht gebeugt. Die Stockspitzen werden parallel und kurz hinter der Bindung eingestochen.



Mit kräftigem Armschub werden die Stöcke an der Hüfte vorbeigeführt und nach hinten "weggeworfen" (Handöffnung!). Durch das Nach-innen-Kippen des linken Skis auf die Innenkante erfolgt das Aufkanten des Abdruckskis – der Druckaufbau zum Abstoßen wird durch eine leichte bis mittlere Kniebeugung unterstützt (KSP-Absenkung).



Nach einem explosiven Abdruck vom linken Abdruckski wird der KSP auf den rechten Gleitski verlagert. Mit der Streckung des rechten Gleitbeins erfolgt ein Vorwärtsimpuls der Hüfte, welcher zu einer möglichst langen Gleitphase beiträgt. Während der Gleitphase werden die Stöcke locker nach vorne geführt.



Am Ende der Gleitphase wird das vorherige linke Abdruckbein fast bis zum Beinschluss herangeführt.
Mit schulterbreiten, leicht gebeugten Armen den Stockeinsatz kurz hinter der Bindung vorbereiten.

 

Tipp: Zur Übung mit komplettem Beinschluss trainieren.



Mit dem kraftvollen Stockeinsatz den erneuten Skiabdruck von rechts unterstützen. Analog zu Phase 2 erfolgt der Druckaufbau durch das Nach-Innen-Kippen des Skis auf die Innenkante. Zur Unterstützung des Spannungsaufbaus den KSP absenken und leicht in die Knie gehen. Der KSP wandert über die Mitte in Richtung des neuen Gleitbeins (links).

 

Tipp: Kopfdrehung in Richtung des Gleitbeins erleichtert die KSP-Verlagerung.



Nach explosivem Beinabdruck erfolgen die komplette KSP- und Gewichtsverlagerung auf den Gleitski und eine möglichst lange Gleitphase. Faustregel: Fuß, Knie, Kopf bilden eine Linie. (Gleit- und Gleichgewichtsfähigkeit sind hier gefragt!). Während der Gleitphase werden die Stöcke nach vorne geführt, wodurch der Vorwärtsimpuls unterstützt wird. Ein Bewegungszyklus ist nun beendet und das linke Bein wird wieder zum Abdruckbein.

 

Tipp: Zur Verbesserung des Gleit- und Gleichgewichtsvermögens ohne Stöcke laufen und auf eine möglichst lange Gleitphase achten!




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