Monika Huber
Sport während der Arbeitszeit? So machen Sie es möglich!
Aber wie lassen sich diese Expertenempfehlungen im beruflichen Alltag umsetzen? »Sport während der Arbeitszeit« lautet in manchen Unternehmen die Lösung. Solche Unternehmen sind bisher rar, aber wirtschaftlich besonders erfolgreich – vielleicht einer von vielen Gründen, die Ihren Chef überzeugen?!
Laufen macht schlau: Sport macht Spaß und nutzt der Gesundheit – physisch, psychisch und sozial. Wer am Arbeitsplatz viel sitzt, profitiert besonders von ausgleichenden Aktivitäten. Ein weiteres Argument für möglichst viel Sport und Bewegung liefert das Ergebnis der Studie „Laufen macht schlau?“, die Mitte April 2008 von der Universitäts-Klinik Ulm vorgestellt wurde: „Sport macht das Gehirn effektiver“, resümiert Prof. Dr. med. Dr. phil. Manfred Spitzer.
Doch bei allen guten Argumenten: Die meisten von uns bewegen sich zu wenig. Eine Ausrede reiht sich an die nächste und das Wochenende, an dem die von Experten empfohlenen Vor- und Nachmittagsstunden »für intensiveres Training« und »Power-Workouts« genutzt werden könnten, ist schlichtweg anderweitig verplant. Dass Sport während der Arbeitszeit für Mitarbeiter und Unternehmen nützlich sein kann, zeigen die folgenden Best Practice Beispiele: Das überzeugt Ihren Chef …
»Sport entspannt. Mit einer Yogastunde kann das Mittagstief besser überwunden werden; eine physische Trainingseinheit löst die Haltungsstarre, in die man bei konzentrierter Bildschirmarbeit oft gerät. Wer unser firmeninternes Fitnessstudio nutzt, kehrt mit neuer Energie an den Arbeitsplatz zurück – davon profitieren Trainierende und Unternehmen gleichermaßen«, sagt Dr. Karin Dorsemagen, Arbeitsmedizinerin des Unternehmens 3M Deutschland. Hier zählt das Angebot des 3M Fitness Forums, das während der Arbeitszeit genutzt werden kann, und die Förderung von Gruppensport-Aktivitäten zu einer bewusst gepflegten und mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur. Ergänzt wird das Angebot durch umfangreiche Gesundheitschecks, Workshops und Ernährungsberatungen. Der gemeinsame Sport stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und damit die Identifikation mit dem Unternehmen. Auch werde das kollegiale Miteinander und die interne Kommunikation über alle Hierarchieebenen hinweg gefördert.
Von diesen positiven Effekten überzeugt ist auch der Personal- und Arbeitsdirektor von 3M, Josef Mrozek: «Wer hochqualifizierte und aktive engagierte Mitarbeiter an sein Unternehmen binden will, muss auf allen Ebenen unterstützen – über das übliche Maß hinaus.“ Förderlich für die Unternehmenskultur ist dabei auch das in die Mitarbeiter gesetzte Vertrauen, das Sportangebot während der Arbeitszeit nutzen zu können. »Wer seine Ziele erfüllt, kann auch um 11 Uhr eine Sportpause einlegen.« Auch kleinere Unternehmen können einiges tun: Stehen Umkleidekabinen und Duschen zur Verfügung, ist es gut möglich, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, zu Fuß zu gehen oder zu joggen.
Werden externe Sportfachleute engagiert, können sich auch ohne eigenes Fitnessstudio Sportgruppen bilden. So bietet beispielsweise der PREMIUM Personal Trainer Club, ein bundesweiter Zusammenschluss qualifizierter Trainer, auch Firmentrainings im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement an – als Dauereinrichtung oder in Form von einzelnen Stunden. Ob in großen oder kleinen Unternehmen – mehr Sport macht offenbar auch das ganze Unternehmen fit: Der Ende des Jahres 2007 veröffentlichten und bisher umfangreichsten Studie zum Thema »Unternehmenskultur, Arbeitsqualität und Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland« ist zu entnehmen, dass bisher (nur) rund ein Drittel der Unternehmen Betriebssportgruppen, Gesundheitskurse und Beratungen anbieten. Diese Unternehmen seien wirtschaftlich erfolgreicher.
Weitere Informationen: 3M Deutschland GmbH, Carl-Schurz-Straße 1, 41453 Neuss, Telefon 02131 14 0, www.3m.com/de
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