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28.07.2008 | 00:00 h
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Michaela Eichenseer

Interviews

BeachQueen:Okka Rau im Interview

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Okka Rau spielt seit acht Jahren zusammen mit Stephi Pohl in der absoluten deutschen Beachvolleyball- Spitze.


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Wir haben die Europameisterin von 2003 zu Teamplay, sportlichen Ambitionen und zur Faszination Beachvolleyball befragt:

Wie wichtig ist es im Beachvolleyball, dass sich das Team auch privat versteht?
Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, gerade im Frauenbereich. Ich glaube, wenn man da die Hasskante gegeneinander hat, kann man keine guten Leistungen mehr bringen. Stephi und ich spielen jetzt seit acht Jahren zusammen. Wir brauchen auch mal ein bisschen Abstand voneinander. Das tut einem Team sehr gut. Mit einer anderen so gut zu spielen,  könnte ich mir nicht vorstellen.

Wie habt ihr euch gefunden?
Stephi hat sich vor fast acht Jahren schon mal auf Olympia vorbereitet, mit Ines Pianka. Die Regel besagt, dass ein Team für die Olympiateilnahme unter den besten 24 der Welt sein muss, aber da sie das dritte deutsche Team waren und aus jedem Land nur zwei kommen dürfen, konnten sie doch nicht teilnehmen. Ich hab in der Zeit nur in Deutschland gespielt und bin so alt wie Stephi. Nach Sydney wollte man ein Nachwuchsteam fördern. Und die Jüngsten unter den Top Fünf waren wir beide. Wir haben ein Probeturnier gemacht und uns super gut verstanden. 

Ihr verbringt im Sport sehr viel Zeit miteinander. Meidet ihr euch in eurer Freizeit?
Das stimmt nicht, wir machen auch in der Freizeit was zusammen. Wir halten das eher künstlich ein wenig im Rahmen. Auch bei den Spielen machen wir nicht alles zusammen. Das versuchen wir bewusst so zu steuern. Zwölf, vierzehn, sechzehn Stunden zusammen sein – das ist nicht gut, wenn man sich auf dem Feld nachher auch noch gut verstehen soll. Also manchmal ist es auch grade der Abstand, der bewirkt, dass man zusammen eine gute Leistung bringen kann.

Trainiert ihr immer zusammen?
Ganz selten machen wir mal eine Einheit getrennt. Das liegt dann meistens daran, dass eine verletzt ist. Oder dass wir im Winter, wenn wir uns vorbereiten, spezielle technische Sachen mit dem Trainer erst mal alleine trainieren.

Seid ihr immer einer Meinung?

Eigentlich schon. Manchmal denkt man, von der Reihenfolge der Turniere her wär das anders schlauer. Da wird dann diskutiert! Aber in den seltensten Fällen kommen wir nicht auf einen Nenner. Wir spielen schon sehr lange zusammen und kennen die andere, wissen, wann die andere mal eine Pause braucht. Wir harmonieren sehr gut. Wenn das nicht klappen sollte, haben wir immer noch Trainer, die uns beraten.

Was ist mit der ferneren Zukunft?
Das ist noch zu weit weg. Das große Ziel heißt zunächst, nach Peking zu kommen. Und wenn das in der Tasche ist, dann werden wir so gut wie es geht spielen. Um noch besser zu sein als in Athen. Für uns steht erst mal im Vordergrund, uns zu qualifizieren, das wird schon schwer genug. Da fokussiert man sich einfach drauf! Danach muss man sehen, ob wir noch fit genug sind, ob wir so viel Spaß daran haben, dass wir das nochmal vier Jahre machen. Ob wir Sponsoren finden, die uns unterstützen. Aber wir haben schon noch vor, länger zu spielen.

(Quelle: active woman Juli/August 2007)
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