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Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler gab den Startschuss...
Trotz der sportlichen Figur bleibe aber kaum Gelegenheit, selbst Sport zu treiben. „Ich hätte gerne trainiert, doch es fehlt die Zeit, manchmal auch zum Essen. Deshalb bin ich so schlank“, erklärte der Gesundheitsminister. Den Sinn und Zweck der Veranstaltung hatte Rösler gleich erkannt und freute sich über die überwältigende Teilnahme: „Es geht um die Betriebe, die gemeinsam einen Teamgeist haben. Ein Unternehmen findet sich so zusammen, das finde ich klasse.“ Bei der Siegerehrung war Rösler so begeistert, dass er im kommenden Jahr selbst als Läufer dabei sein möchte: „Wir werden eine Mannschaft bilden und mit Herrn Altenburg mitlaufen.“
Um Teamgeist geht es nicht nur im Beruf, sondern auch beim Sport, das demonstrierten die vielen Firmen in Perfektion. So viele Unternehmen wie noch nie gingen an den Start und zeigten damit auch ihr Herz für die gute Sache. Insgesamt kamen diesmal stolze 218.223 Euro zusammen. Dieser Betrag geht an junge behinderte Sportler, die von der Stiftung Deutsche Sporthilfe unterstützt werden. Stellvertretend für die Sporthilfe nahm der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Ilgner den Scheck von Rösler und Altenburg entgegen. „Das ist eine herausragende Benefizaktion, ganz wichtig für unsere Institution, aber auch für die Läufer“, sagte Ilgner. Unter die über siebzigtausend Teilnehmer mischte sich auch der Sportdezernent der Stadt Frankfurt, Markus Frank. „Wir sind dankbar, dass J.P. Morgan diesen Lauf veranstaltet. Man trifft sich hier und alle sprechen noch eine Woche darüber“, schwärmte Frank nach getaner Laufarbeit. Den Firmenlauf nahm er als Fitness-Training und war sich sicher: „Ich bin sicherlich nicht zum letzten Mal mitgerannt.“
Unter den Läufern war schon Stunden vor dem Lauf die Euphorie spürbar, unter ihnen auch Sänger und Extremsportler Joey Kelly. Er war mit dem Limburger Immobilien-Unternehmen Amadeus Plan B am Start. 5,6 Kilometer sind für den Ausdauersportler Kelly zwar kein Problem, ihm ging es beim Corporate Challenge auch nicht um den Sieg, sondern darum, mit einem „echten Team“ aufzutreten. Sein ehrgeiziges Ziel: „Alle für einen und einer für alle. Wir wollen mit unseren 45 Läufern gemeinsam im Ziel ankommen.“ Gesagt, getan. Am Ende liefen alle Amadeus-Starter gemeinsam im Ziel ein. „Es war ein Riesenerlebnis. Alle sind angekommen und feiern jetzt gemeinsam. Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei“, war Kelly nach seinem ersten Auftritt beim J.P. Morgan Corporate Challenge regelrecht überschäumend. Das galt auch für das Team mit der weitesten Anreise. Die Starter vom Kapitänshaus Klar Kimming scheute nicht einmal die weite Fahrt von der Nordsee-Insel Amrum bis nach Frankfurt und meisterte die 5,6 Kilometer mühelos.
Klar, dass es neben den zahlreichen Firmen, die im Kollektiv beeindruckten, auch umjubelte Sieger gab. Besonders spannend war es bei den Herren. Christophe Chayriguet von Bongrain Deutschland GmbH lieferte sich lange einen spannenden Zweikampf mit dem Zweiten, Manuel Stöckert von der Bereitschaftspolizei Würzburg. Dieser führte lange und wurde erst bei Kilometer vier von Chayriguet eingeholt. Etwa 300 Meter vor dem Ziel zog Chayriguet zum entscheidenden Schlussspurt an und siegte mit dem knappen Vorsprung von zwei Sekunden in 16:34 Minuten. „Am Anfang war es etwas schwül, zwischen den Wolkenkratzern kühlte aber ein schöner Zug“, meinte der Sieger, der im Vorjahr Platz zwei belegte und den Firmenlauf schon im Jahr 2007 gewonnen hatte.