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Personal Trainer für den Po: 5 Toning-Schuhe im Test
Den Körper mit dem geringsten Aufwand stark und straff machen, die Cellulite verschwinden lassen. In den letzten Monaten konnte ich nicht mehr richtig Sport treiben und fühle mich nun so unfit wie eine Couchpotato. Durch die 24-Stunden-Versorgung eines kleinen Säuglings bleibt mir zunächst fürs Training kaum Zeit, geschweige denn die Kraft. Daher muss ich mir Alternativen suchen und das Training nebenbei in den Alltag einfließen lassen. Da kommt mir ein Toning-Schuh, der durch seine Konstruktion die Kurven straffen soll, wie gerufen. Spazieren gehe ich mit dem Kinderwagen ohnehin jeden Tag. Nun soll dieser Spaziergang zum kräftigenden Workout werden. In der Theorie klingt das toll. Aber wie sieht die Praxis aus?
Die Idee
Die Firma Masai Barefoot Technologie (MBT) hat das Volk der Masai, deren aufrechte Haltung vorbildlich ist, beim Barfußgehen auf unebenem Untergrund beobachtet. Wir Europäer stehen und gehen hingegen die meiste Zeit auf harten und ebenen Böden, was vielfältige Probleme z.B. im Rücken nach sich zieht. Die fehlende Instabilität lässt wichtige Muskeln verkümmern, die den Körper von innen heraus stützen. MBT entwickelte also einen Schuh, der das Barfußgehen auf instabilem Untergrund simuliert. Der Erfolg von MBT im Gesundheitsbereich hat inzwischen auch viele Konkurrenten auf den Plan gerufen, die ihrerseits mit Toning-Schuhen auf den Markt stürmen.
Alle Testobjekte haben eins gemeinsam: Sie sollen die Aufrichtung der Wirbelsäule unterstützen und durch den Wackeleffekt bei jedem Schritt die Beinmuskulatur verstärkt aktivieren. Einige Schuhe sind MBTs abgerundetem Sohlen-Konzept sehr ähnlich. Reebok hingegen setzt auf zwei schlanke Luftpolster unter der Sohle. Geworben wird mit straffen Beinen und einem Knack-Po. Der schlanke Schuh soll auch im Büro, beim Laufen, Walken und bei Fitnessübungen einsetzbar sein. Ein Allroundtalent, das viel verspricht. Eine abgeschrägte Ferse – wie z.B. bei Puma – maximiert die Beinstreckung bei jedem Schritt und sorgt so für eine vermehrte Aktivität in der Bein- und Wadenmuskulatur. Bei Fitwear’s Microwobbleboard-Technologie erfüllt die Sohle drei Funktionen: Im Fersenbereich sorgt ein Dämpfungselement für Gelenkentlastung, im Mittelfußbereich wird die Instabilität erzeugt, durch die sich die Beinarbeit erhöhen soll, und im Zehenbereich gewährleistet die Sohle eine konstante Gangdynamik.
Fakt ist …
Der größte Effekt der Toning-Schuhe scheint die Veränderung zu einer aufrechten Haltung zu sein: Sie sorgt für eine optimale Belastung des Stützapparates, eine bessere Durchblutung der Extremitäten und eine verbesserte innere Haltung – aufrecht gehende Personen strahlen mehr Selbstbewusstsein und Frohsinn aus.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben in den letzten Jahren gezeigt, dass die veränderte Gangart in den Toning-Schuhen andere Muskelgruppen anregt als in einem normalen Schuh. Ob die gewünschten Effekte aus der Werbung erreicht werden, bleibt jedoch individuell und manchmal auch fraglich.
Ist der richtige Funktionsschuh gefunden, gilt es, sich langsam an die neue Gangart heranzuwagen. Ungewohnt ist das Laufgefühl mit wackeliger Sohle, deswegen ist eine Eingewöhnungsphase von ca. 20 Minuten für den Anfang sehr sinnvoll, um Überlastungserscheinungen speziell im Unterschenkel zu vermeiden.
Unser Testablauf
Alle Modelle wurden auf der gleichen Strecke für eine gute Stunde im moderaten Gehtempo getragen. Zwischen den Testphasen lagen mehrere Tage Pause, um die Effekte eindeutig zuordnen zu können. Es wurde kein zusätzliches Trainingsprogramm absolviert. Trotzdem sind die Testergebnisse sehr individuell. Sollten Sie sich also für einen Funktionsschuh interessieren, empfehlen wir Ihnen unbedingt die Beratung im Fachhandel.
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