Monika Huber
Erster Premium-Winterwanderweg der Alpen in Reit im Winkl: »Schnee im Winkl«
Die weiße Pracht sichert man im Wintersportort bereits ab Anfang Dezember mit einer neuen Depotbeschneiung im Tal. Eine weitere Neuheit ist der erste Premium-Winterwanderweg Deutschlands auf der Hindenburghütte.
»Wir haben den Sommer über mit den Deutschen Wanderinstitut das Thema Winterwandern in zahlreichen Treffen und Gesprächen erörtert. Über 40 Millionen Deutsche wandern und würden dies auch gerne im Winter tun. Deshalb hat das Deutsche Wanderinstitut um Dr. Brämer einen Kriterienkatalog erstellt, welche Eigenschaften ein Winterwanderweg haben soll um das Siegel Premiumweg zu erhalten«, erklärt Florian Weindl vom Tourismusbüro in Reit im Winkl.
Das wichtigste Kriterium ist, dass der Weg auf der ganzen Strecke auf einer präparierten Schneeunterlage verläuft und er soll von Dezember bis April begebar sein. Reit im Winkl kann auf der Hindenburghütte (1200m) diese Voraussetzung erfüllen. Der Weg (Gehzeit ca. 1,5 bis 2,5 Stunden) wird täglich präpariert und ist für jedermann kostenlos und mit entsprechender Ausrüstung mit Stöcken und festen Schuhen auch gefahrlos zu benutzen.
Der erste Winterpremium-Wanderweg der Alpen auf der Hindenburghüttte wird am 18. Dezember offiziell eröffnet. Mit dieser Zertifizierung beginnt Reit im Winkl mit der Gestaltung eines Ganzjahres-Wanderparks mit rund zehn zertifizierten Wanderwegen. Weindl versichert: »Unsere gesamten Winterwanderwege, ob im Tal oder auf den Höhenlagen zeichnen sich dadurch aus, das sie durch die Winterlandschaften führen und nicht geräumt sondern gewalzt werden, dadurch hat der Winterwanderer immer eine begehbare Schneeunterlage.«Die Wege sind gut kombinierbar bei Längen von zwei bis zwanzig Kilometern und auch für Familien sehr geeignet, da sich auf der Strecke drei kleine Rodelhänge befinden.
Die örtlichen Skischulen bieten dazu von Dezember bis April geführte Schneeschuhwanderungen an. Vom Premiumwanderweg aus führt ein neu markierter Schneeschuhwanderweg auf das Straubingerhaus und zum Fellhorn, einem der schönsten Aussichtsberge im Chiemgau. »Wir denken, mit dem Thema Winterwandern auch die Herausforderungen der Klimaerwärmung annehmen und touristische alternativ Angebote zum Skitourismus zuschaffen«, so Florian Weindl. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Depotbeschneiung im Tal.
»Wir werden im Ortsteil Blindau am kältesten Punkt des Ortes beschneien und den Kunstschnee von dort aus auf die Loipen und zu den Pisten und Liften im Ort bringen«, erklärt Weindl das neue Projekt, das die Wintersportmöglichkeiten von Anfang Dezember bis Mitte März im Tal sichern soll. So sind auch bei schlechten Schneeverhältnissen ab Anfang Dezember mindestens zehn Kilometer beschneite Loipe im Tal gesichert. Der Schnee aus dem Depot wird auch für die beiden Kinderskischulgelände am Hallenbad, für die Snowtubingpiste und die Beschneiung der Benzecklifte und des Dorfliftes verwendet. Ein Plus für die Gäste ist laut Weindl, »dass künftig auch die Loipengebühr wegfallen wird.«
Info: <cite>www.reitimwinkl.de </cite>
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