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13.11.2010 | 00:00 h
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Gesundheit, TopNews 1

Der Liebe bei Diabetes auf die Sprünge helfen

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Eine erfüllte Sexualität gehört zu einer glücklichen Partnerschaft. Doch die Zuckerkrankheit macht vor der Schlafzimmertür nicht Halt und ist häufig Ursache für Ebbe im Ehebett. So sind schätzungsweise 50 Prozent der Diabetiker nach dem 55. Lebensjahr von Erektionsstörungen betroffen.

Foto: S.Hainz / pixelio.de

 

Leider werden Diabetespatienten von ihrem Arzt häufig nicht darüber aufgeklärt, welche Folgen ihre Erkrankung auf das Liebesleben haben kann. Lange Zeit galten diabetesbedingte sexuelle Störungen als reines Männerproblem. Mittlerweile
ist jedoch bekannt, dass auch Diabetikerinnen betroffen sind – viele, ohne darüber zu sprechen. Frauen leiden vor allem unter mangelhafter Befeuchtung der Vagina, unter Müdigkeit, Depressionen und vermindertem sexuellen Verlangen. Da der Diabetes die Anfälligkeit für Infektionen erhöht, kann es bei ihnen nach dem Geschlechtsverkehr gehäuft zu Blaseninfektionen und Scheidenentzündungen kommen.

Warum Diabetiker oft unter sexuellen Störungen leiden, lässt sich leicht erklären: Zum einen kann die Zuckerkrankheit im Laufe der Zeit Nerven und Gefäße schädigen. Nervenschädigungen können beispielsweise die Schleimabsonderung der Scheidendrüsen hemmen, was Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Sex zur Folge hat. Zum anderen können diabetische Folgeerkrankungen das sensible Gefäßsystem des Penis schädigen. Dessen Schwellkörper füllen sich dann nur noch unzureichend oder gar nicht mehr mit Blut, was die Erektionsfähigkeit beeinträchtigt. Schuld sind nicht selten auch Medikamente, auf die viele
Diabetiker angewiesen sind. Diese Arzneimittel können sowohl das sexuelle Verlangen als auch die Erlebnisfähigkeit beeinträchtigen. Man sollte unbedingt das Gespräch mit dem behandelnden Arzt suchen und diese Problematik offen ansprechen. So kann z. B. auch ein Wechsel auf ein anderes Medikament in Erwägung gezogen werden, dass diese Nebenwirkungen nicht hat.

Diabetiker sollten daher sexuelle Störungen nicht verschweigen, sondern mit dem Arzt ihres Vertrauens darüber sprechen. Derartige Probleme können Frühwarnsymptome für diabetische Folgeerkrankungen wie Durchblutungsstörungen sein. Aber auch Nicht-Diabetiker sollten Schwierigkeiten nicht unter den Teppich kehren: Nicht selten ist es z. B. die Erektionsschwäche,
die erstmals den Verdacht auf Diabetes aufkommen lässt. Für viele
Schwierigkeiten beim Sex gibt es glücklicherweise Lösungen. Dabei richtet sich die Therapie nicht nur nach den Ursachen des Problems, sondern orientiert sich vor allem auch an den individuellen Bedürfnissen des Patienten.


Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im kommenden „Ratgeber aus Ihrer Apotheke“/Ausgabe 11B/2010 (15. November).




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(Quelle: Deutsches Grünes Kreuz)
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