Dienstag, 22.05.2012 00:51 Uhr
Artikel lesen
09.11.2010 | 16:30 h
[ 0 Kommentare bisher ]
Redaktion:

mh

Gesundheit

Gesunder Lebensstil: „Saubere“ Gefäße beugen Demenz vor

Übertrage Daten...
Zum Abstimmen bitte die Anzahl der Sterne auswählen.
Eine Verdickung der Gefäßwände sowie arteriosklerotische Gefäßveränderungen und dadurch bedingte chronische Durchblutungsstörungen im Gehirn sind die Hauptursache für die so genannte vaskuläre Demenz. Sie ist unter allen dementiellen Erkrankungen die zweithäufigste - nach der Alzheimer-Demenz.

Copyright: stock.xchng
Durchblutungsstörungen im Gehirn fördern das Absterben von Gehirnzellen.

Eine wesentliche Maßnahme zur Vorbeugung und Verlangsamung dieser langsam fortschreitenden Krankheit ist die Vermeidung gefäßschädigender Risikofaktoren. „Menschen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder mit Bluthochdruck (Hypertonie) haben ein besonders großes Risiko für Veränderungen der kleinen Blutgefäße im Gehirn, weswegen diese Erkrankungen unbedingt konsequent behandelt werden müssen. So senkt eine gute Kontrolle des Blutdrucks bei Patienten mit Hypertonie sowie des Blutzuckers und der Fettwerte bei Menschen mit Diabetes mellitus das Demenz-Risiko deutlich“, rät Prof. Günther Deuschl von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin.

Weitere präventive Maßnahmen auch bei gesunden Menschen sind der Verzicht auf das Rauchen sowie die Vermeidung von Übergewicht und Fehlernährung. Eine gesunde ausgewogene Ernährung, die arm an tierischen Fetten ist, ist dabei ebenso wichtig wie regelmäßige körperliche Aktivität. Wandern, Schwimmen, Nordic Walking, aber auch flottes Spazierengehen können die Leistungsfähigkeit des Gehirns bis ins hohe Alter positiv beeinflussen. „Einer vaskulären Demenz kann effektiv vorgebeugt werden, indem die Gefäße durch einen gesunden Lebensstil „sauber“ gehalten werden. Gleichzeitig verringert man das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden, denn beide Erkrankungen haben in den Gefäßveränderungen dieselbe Ursache.“ Wie ausgeprägt eine vaskuläre Demenz ist und wie schnell sie voranschreitet, ist vom Ausmaß der Durchblutungsstörungen abhängig. Sind kleinere Blutgefäße betroffen, kommt es durch chronischen Sauerstoffmangel zu einem allmählichen Absterben der betroffenen Gehirnzellen.

„Ein langsam fortschreitender Verlust vieler mentaler Fähigkeiten ist die Folge: Kognitive und emotionale Einschränkungen führen zu Störungen des Denkens des Gedächtnisses, der Urteilskraft sowie der Konzentrations- und Lernfähigkeit. Die räumliche Orientierung ist beeinträchtigt und Betroffene haben Schwierigkeiten die richtigen Worte zu finden. Aber auch Stimmungsschwankungen, plötzliche Gefühlsausbrüche und Persönlichkeitsveränderungen können mit der Erkrankung einhergehen“, illustriert der Leiter der neurologischen Abteilung der Universitätsklinik Kiel das Erkrankungsbild. Außerdem kommt es zu einer Gangstörung mit kleinschrittigem Gang und zu Störungen der Blasenfunktion „Sind größere hirnversorgende Gefäße verengt oder gar verschossen kann es zu einem Schlaganfall kommen, mit den typischen Symptomen wie Ausfällen von Motorik und Sprache.“

Wichtig ist, bei ersten Anzeichen von gesteigerter Vergesslichkeit oder dem Gefühl, dass sich die persönliche Denkleistung gravierend verändert, einen Facharzt für Neurologie aufzusuchen. Wird die Diagnose vaskuläre Demenz gestellt, kann der Verlauf der Krankheit durch zeitnahe Behandlung positiv beeinflusst werden. „Dabei gilt, je früher mit der Therapie begonnen wird, desto besser sind die Aussichten die Erkrankung aufzuhalten“, betont der neurologische Experte. Die medikamentöse Behandlung der vaskulären Demenz betrifft dann insbesondere die Behandlung der chronischen Gefäßveränderungen.

Knapp eine Millionen Menschen sind derzeit in Deutschland an einer Demenz erkrankt – rund 20 Prozent davon sind von einer vaskulären Demenz betroffen.
Mehr Informationen unter www.neurologen-im-netz.de

(Quelle: Ärzte im Netz e.V.)
[ 0 Kommentare bisher ]
Artikel nach Datum sortiert
  • 2012
  • » April 2012 (1 Eintrag)
  • » März 2012 (4 Einträge)
  • » Februar 2012 (2 Einträge)
  • 2011
  • » Dezember 2011 (3 Einträge)
  • » November 2011 (1 Eintrag)
  • » Oktober 2011 (4 Einträge)
  • » September 2011 (11 Einträge)
  • » August 2011 (7 Einträge)
  • » Juli 2011 (14 Einträge)
  • » Juni 2011 (24 Einträge)
  • » Mai 2011 (11 Einträge)
  • » April 2011 (7 Einträge)
  • » März 2011 (10 Einträge)
  • » Februar 2011 (15 Einträge)
  • » Januar 2011 (5 Einträge)
  • 2010
  • » Dezember 2010 (13 Einträge)
  • » November 2010 (24 Einträge)
  • » Oktober 2010 (38 Einträge)
  • » September 2010 (33 Einträge)
  • » August 2010 (17 Einträge)
  • » Juli 2010 (43 Einträge)
  • » Juni 2010 (44 Einträge)
  • » Mai 2010 (9 Einträge)
  • » April 2010 (15 Einträge)
  • » März 2010 (27 Einträge)
  • » Februar 2010 (13 Einträge)
  • » Januar 2010 (32 Einträge)
  • 2009
  • » Dezember 2009 (35 Einträge)
  • » November 2009 (24 Einträge)
  • » Oktober 2009 (50 Einträge)
  • » September 2009 (34 Einträge)
  • » August 2009 (14 Einträge)
  • » Juli 2009 (25 Einträge)
  • » Juni 2009 (45 Einträge)
  • » Mai 2009 (46 Einträge)
  • » April 2009 (34 Einträge)
  • » März 2009 (42 Einträge)
  • » Februar 2009 (23 Einträge)
  • » Januar 2009 (16 Einträge)
  • 2008
  • » Dezember 2008 (25 Einträge)
  • » November 2008 (31 Einträge)
  • » Oktober 2008 (24 Einträge)
  • » September 2008 (24 Einträge)
  • » August 2008 (7 Einträge)
  • » Juli 2008 (33 Einträge)
  • » Juni 2008 (9 Einträge)
  • » Mai 2008 (25 Einträge)
  • » April 2008 (22 Einträge)
  • » März 2008 (28 Einträge)
  • » Februar 2008 (7 Einträge)
  • » Januar 2008 (22 Einträge)
  • 2007
  • » Dezember 2007 (12 Einträge)
  • » November 2007 (13 Einträge)
  • » Oktober 2007 (10 Einträge)
  • » September 2007 (13 Einträge)
  • » August 2007 (7 Einträge)
  • » Juli 2007 (17 Einträge)
  • » Juni 2007 (17 Einträge)
  • » Mai 2007 (7 Einträge)
  • » April 2007 (8 Einträge)
  • » März 2007 (8 Einträge)
  • » Januar 2007 (4 Einträge)
  • 2006
  • » Juni 2006 (1 Eintrag)
  •