Bei der Langzeitstudie wurden zwölfjährige kanadische Schüler aus allen Gesellschaftsschichten zu ihrer Stimmungslage und zu ihrem Nikotinkonsum befragt. Die gleichen Fragen wurden diesen Schülern von da an alle drei Monate gestellt – über einen Zeitraum von fünf Jahren. Zu Beginn der Studie beantworteten die Schüler die Fragen zur Stimmung alle etwa gleich. Nach fünf Jahren gab es hier deutliche Unterschiede.
Die Forscher teilten die Jugendlichen in drei Gruppen ein: Nichtraucher, Raucher, die rauchen, um sich besser zu fühlen und Raucher, die aus anderen Gründen rauchen. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer der Gruppe, die Zigaretten als Stimmungsaufheller benutzten, deutlich häufiger depressiver Stimmung waren, als die der anderen beiden Gruppen. Wer denkt, dass Nikotin über unangenehme Phasen hinweg helfen kann und deshalb raucht, hat ein deutlich höheres Risiko depressiv zu werden, als Teenager, die noch nie geraucht haben. Der Studienleiter, Dr. Michael Chaiton von der University of Toronto, Kanada, betont, dass die Depressionssymptome bei diesen Teenagern erst stärker wurden, nachdem sie
angefangen hatten, zu rauchen.
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(Quelle: Deutsches Grünes Kreuz)