Von der jungen Wilden zur Beachvolleyball-Weltspitze: Sara Goller im Interview
Der Trainer achtet sehr darauf, dass es eine sehr ausgewogene Angelegenheit ist und bleibt. Wir haben verschiedene Stärken und Schwächen, das passt ganz gut zueinander. Über die Jahre hin haben wir uns angeglichen, athletisch und natürlich auch charakterlich.
Welche spielerischen Stärken und Schwächen unterscheiden bzw. ergänzen Sie?
Es ist ein wenig gefährlich zu sagen, die eine kann das besser, die andere das – da ist schnell einmal der falsche Umkehrschluss gezogen. Aber wenn ich es beschreiben müsste, würde ich sagen, dass ich gut springen kann, sehr kraftvoll bin und Laura unheimlich gut das Spiel lesen kann und eine sehr gute Übersicht hat. Das heißt aber nicht, dass wir das jeweils andere gar nicht können.
Wie wichtig ist es, dass es Laura ist, die an Ihrer Seite spielt? Oder könnte man sie gegen eine andere erstklassige Beachvolleyballerin austauschen?
Schwer, weil wir es auch gar nicht wollen würden. Da will ich gar nicht drüber nachdenken. Natürlich gibt es auch andere gute Spielerinnen in Deutschland, aber wenn ich die Wahl habe, werde ich immer Laura nehmen.
Was war Ihre größte gemeinsame Herausforderung?
Die größte Herausforderung war der Beginn unserer internationalen Karriere, weil wir auch von Kolleginnen Steine in den Weg gelegt bekommen haben, weil uns der Verband „degradiert“ hat zum Perspektivteam 2012, weil niemand daran geglaubt hat, dass wir es schon 2008 schaffen können. Wir sind oft ohne Trainer auf Turniere gefahren, das beinhaltet auch Erfahrungen wie nach Shanghai fliegen, nach 30 Minuten gegen ein anderes deutsches Team verlieren, und dann eben ohne einen Punkt und Preisgeld wieder nach Hause fliegen. Diese ganze Mühle, durch die wir da mussten, das war schon unheimlich prägend und hat uns stark gemacht. Im Nachhinein sehe ich das auch nicht negativ, aber wir hatten schon viel zu beißen.
Und der größte Erfolg?
Schwer zu sagen, wahrscheinlich der 2.
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