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13.08.2010 | 11:26 h
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Frau im Job, TopNews 1

Kind? Nein danke! Oder vielleicht später?

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Immer mehr Frauen entscheiden sich erst ab Mitte 30 schwanger zu werden. Doch was sind die Gründe für das späte Mutterglück? Und gibt es eigentlich den richtigen Zeitpunkt für Nachwuchs? Wir haben bei der Buchautorin und Psychologin Angela Voß, die sich in ihrem Buch „Ein Baby – jetzt, später oder nie?“ intensiv mit dem Thema Kinderwunsch beschäftigt, einmal nachgehakt.

Foto: fotolia.com/Monkey Business

Foto: fotolia.com/johann35

Die Ausbildungen sollen generell verkürzt werden, doch die Auswirkungen zeigen sich wohl erst in Jahren und Jahrzehnten. Mal sehen, wie lange der Trend noch auf die 35 zuläuft“, erzählt Angela Voß.

Auch die meisten Männer setzen sich erst relativ spät mit dem Thema Familienplanung auseinander. Geld verdienen, sich austoben – das hat in jungen Jahren Priorität. Aber der Wunsch nach einem Kind ist da und kommt früher oder später. „Der männliche Kinderwunsch steht und fällt auch mehr als früher mit der Frau, mit der er zusammen ist. Ein Mann, der nie Kinder wollte, will welche, wenn er seine große Liebe trifft. Wer das Gefühl hat, ein Kind bringt Stress ins Leben, hat keine so große Lust auf ein Kind. Wer sich schöne Erlebnisse vorstellt, hat einen deutlich größeren Kinderwunsch. Ein Mann, der sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangelt, hat weniger Lust, den Sprung auf die Elternseite zu wagen. Ein gut verdienender Geschäftsmann möchte eher Kinder“, erzählt Angela Voß.

Ein Leben ohne Kinder?


Schiefe Blicke, tuschelnde Nachbarn oder nervige Fragen wie: „Bei dir wird’s aber auch langsam mal Zeit, oder?“ und „Stimmt da was nicht?“ – damit wurde wohl fast jede kinderlose Frau ab 35 schon einmal konfrontiert. Hilfloses Schulterzucken und feuchte Augen sind oftmals die einzige Antwort, die die Betroffenen darauf haben. Denn nicht jede kinderlose Frau verzichtet freiwillig auf Nachwuchs. Manchmal erschwert die Suche nach dem geeigneten Partner den Start in ein glückliches Familienleben zu dritt. Unter Umständen spielen aber auch physiologische Voraussetzungen, beispielsweise die Unfruchtbarkeit, eine Rolle, die Frauen ein Muttersein verwehren. Viele Paare stellen in dieser Situation einen Antrag auf Adoption. Aber nur wenige entscheiden sich am Ende wirklich für ein fremdes Kind, schildert Angela Voß in ihrem Buch.

Doch muss eine ungewollt kinderlose Frau automatisch unglücklich und „graumäusig“ sein? Kann das kinderlose Leben nicht auch durchaus bunt sein?

Quelle: (active woman Juli/August 2010; Text: Victoria Auburger)
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