Fünfkampf-Olympiasiegerin Lena Schöneborn - Mit Fleiß & Babybrei zum Sieg
Erst mal Gratulation zu Ihrem gelungenen Weltcupauftakt in Mexiko. Sie haben damit nahtlos an die guten Leistungen vom Vorjahr angeknüpft. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis? Ich habe gelesen, Babybrei soll Sie so fit machen …
(Lacht) Ja, das stimmt. Da der Wettkampf über den ganzen Tag geht, muss ich ständig Energie zuführen, und der Babybrei ist eine gute Abwechslung zu den üblichen Bananen und Powerriegeln. Aber ein spezielles Erfolgsgeheimnis habe ich eigentlich nicht. Da spielt wahrscheinlich die Typfrage eine große Rolle. Ein bisschen Fleiß, Trainingseifer und Talent gehören auch noch dazu. Ich persönlich schaue immer von Disziplin zu Disziplin. Ich versuche, eine Disziplin so gut wie möglich zu absolvieren, warte diese dann ab und konzentriere mich dann auf die nächste.
Wie sind Sie eigentlich zum Modernen Fünfkampf gekommen?
Das war wohl eher ein Zufall. Ich habe vorher auch schon verschiedene Sportarten gemacht, bin zum Beispiel intensiv geschwommen. Allerdings hat das Trainingsbecken in meinem Heimatort Niederkassel dann zugemacht. Da musste ich in die Umgebung ausweichen und bin dann unter anderem auch zu den Schwimm- und Sportfreunden Bonn gestoßen, wo es eine Fünfkampf-Abteilung gibt. Schon kurze Zeit später habe ich dort die erste Disziplin über das Schwimmen hinaus ausprobiert und bin dann so glücklicherweise zum Fünfkampf gekommen.
Wie sieht ein normaler Trainingstag bei Ihnen aus? Trainieren Sie alle fünf Sportarten an einem Tag?
Nein, nicht an jedem Trainingstag. Dazu bräuchte der Körper zu lange, um sich wieder zu erholen. Wir trainieren zwischen zwei und vier Disziplinen am Tag. Im Trainingslager und vor Wettkämpfen dann auch gerne mal ein bisschen mehr. Am meisten trainieren wir das Laufen und Schwimmen, da die anderen Disziplinen sehr zeitaufwändig sind. Die Fechtstunden mit dem Trainer müssen vereinbart werden, und selbst beim Reiten sollte man sich gut überlegen, ob sich die eine Stunde dann überhaupt rentiert. Schließlich muss das Pferd reit- bzw.
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