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04.06.2010 | 12:10 h
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Gunn Rita Dahle Flesjå – Baby, Bike & Wettkämpfe

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Aufgeben, zurückstecken – niemals! Nicht umsonst ist die Norwegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjå die erfolgreichste Cross-Country-Mountainbikerin. Wenige Monate nach ihrer Schwangerschaft meldete sie sich als Marathon-Europameisterin in der Weltspitze zurück. Mit sanftem Willen statt wildem Ehrgeiz. Die Geschichte einer Verwandlung.

© Gunn-Rita Dahle-Flesjå

Gunn-Rita, wie fühlt es sich an, Mutter zu sein?

Es ist das größte Ding, das dir im Leben begegnet, zumindest für mich. Es ist ein neues Leben … Ja, so fühlt sich das an. Jetzt kann ich mir keinen Tag ohne den kleinen Jungen mehr vorstellen. Schon nach sechs Monaten ist das Kind ein so großer Teil meines Lebens, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es je ein Leben ohne ihn gab. Ein sehr eigenartiges Gefühl. Ich habe Bjørnar heute morgen noch nicht gesehen, und ich fühle mich schlecht (lacht). 

 

Was läuft nun anders mit Kind?

Kenneth und ich waren immer dafür bekannt, alles bis ins Detail zu organisieren. Aber jetzt müssen wir noch cleverer sein, um alles zu schaffen. Wir brauchen Babysitter. Wenn ich eine halbe Stunde zu spät mit dem Training beginne, wird es schon schwierig. Wenn der Kleine Hunger hat, dann hat er Hunger. Das ist eben so. Es ist wirklich eine neue Art von Organisation. Aber zum Besseren, finde ich. Wir müssen etwas mehr im Voraus planen. Man hat zum Beispiel auch nicht mehr so viel Zeit, um sich selber Essen zu machen. Es geht mehr um sein Essen. 

 

Wenn Sie auf Ihren Körper schauen. Hat sich da nach der Geburt etwas verändert?

(Lacht) Ich bin vorne viel schwerer geworden. Nein, nein, nein. Ich fühle, dass die Muskeln im Becken immer noch schwach sind. Die norwegischen Meisterschaften waren ein Matschrennen und wir mussten viel laufen. Das war nicht gut für mich, du hast das Gefühl, es kommt alles aus dir raus. Ich musste mit sehr kurzen Schritten laufen. Aber sonst fühlt es sich normal an. Ich habe zwar immer noch fünf, sechs Kilo mehr als im normalen Wettkampfzustand, aber ich habe auch aufgepasst, nicht zu viel Gewicht zu verlieren. Wenn ich Gewicht verliere, verliere ich auch die Milch zum Stillen, und das macht dieses Jahr keinen Sinn.

Quelle: (Interview: Erhard Goller)
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