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12.05.2011 | 17:26 h
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active woman-Interview mit Nordic Walking-Expertin Anke Faller 
Anke Faller

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„Das Wichtigste am Nordic Walking ist der Spaß“

: Am 21. Mai ist es soweit: Beim GutsMuths-Rennsteiglauf 2011 wird erstmals in der Geschichte eine „Nordic Walking Queen“ gekürt. Möglich machen es active woman und INTERSPORT: In einem bundesweiten Bewerberaufruf haben wir zusammen mit dem Sporthändler-Verbund fünf sportliche Frauen ab 30 gesucht, die sich einer ganz besonderen Herausforderung stellen wollen – der 35 km Nordic Walking-Distanz beim größten Crosslauf Europas.

Copyright: Nordic Walking Queen
Nordic Walking Expertin Anke Faller.

Copyright: Nordic Walking Queen
Die Nordic Walking Queens beim Trainieren im Schwarzwald.

Trainiert wurden die fünf  Finalistinnen in den vergangenen Wochen von den Nordic Walking-Expertinnen Katrin Wurster und Anke Faller. Eine Woche vor dem Event sprachen wir mit Anke Faller, die die Kandidatinnen Anfang April in einem Trainingscamp im Schwarzwald für den Rennsteiglauf fit gemacht hat, über die Ziele der „Nordic Walking Queen“-Aktion und die fünf Finalistinnen.

active woman: Was war die Zielsetzung des Trainingscamps im Schwarzwald?
Anke Faller: „Zielsetzung des Trainingscamps war, die Teilnehmerinnen insbesondere an die Höhenmeter des Rennsteiglaufs zu gewöhnen – die fünf Frauen kommen ja alle aus Gebieten, in denen es eher flach ist. Das ist schon eine ganz andere Art zu laufen. Aber wenn man viele Höhenmeter zu bewältigen hat, muss man die Strecke ganz einfach entsprechend dosiert und etwas langsamer angehen. Wir wollten den Teilnehmerinnen im Schwarzwald die entsprechende Sicherheit geben, da sie nach wie vor eine Menge Respekt vor dem Rennsteiglauf haben. Wir wollten vermitteln, dass man diesen Respekt vor der Höhe durchaus haben muss, den Lauf mit der entsprechenden Vorbereitung aber sehr gut leisten kann.“

active woman: „Die Kandidatinnen sind also für den Rennsteiglauf gerüstet?“
Anke Faller: „Alle Kandidatinnen sind sehr motiviert, das ist wirklich super. Sie halten sich auch sehr an die Vorgaben und nehmen die Ratschläge gerne an, die meine Trainerkollegin Katrin Wurster und ich ihnen geben. Alle wollen die Herausforderung wirklich packen – aber sie haben auch Spaß miteinander. Nordic Walking in der Gruppe ist ganz einfach eine sehr schöne Sache. Was mich freut ist, dass die Konkurrenzsituation zwischen den Finalistinnen gar nicht groß rüberkommt. Sicherlich würde sich jede über den Titel freuen, aber man spürt ganz deutlich, dass alle Frauen die Sache gemeinsam schaffen wollen. Ich denke nicht, dass da nach dem Event ein ‚Zickenkrieg‘ aufkommt. Ich bin sicher, dass sich alle gemeinsam mit der späteren Siegerin freuen werden. Was ich auch sehr positiv finde ist, dass die Damen das Event nicht unter einem großen Leistungsdruck sehen, sondern in erster Linie Spaß haben wollen. Das ist auch ganz klar meine Philosophie: Man muss Nordic Walking mit Spaß betreiben. So eine Aufgabe wie den Rennsteiglauf sollte man mit Freude und ohne Verbissenheit angehen – das ist der Sinn von Nordic Walking. Ziel der ganzen Aktion ist, Leute über das Nordic Walking dahin zu bringen, dass sie mit Sport anfangen. Ohne Leistungsdruck. Das wollen wir vermitteln.“

active woman: „Welche Tipps würdest du den Kandidatinnen eine Woche vor dem Event noch geben?“
Anke Faller: „In der Woche vor dem Rennsteiglauf sollten die Kandidatinnen nicht mehr allzu viel trainieren. Im Vordergrund steht, sich zu entspannen und die Kohlenhydratspeicher aufzufüllen. In der letzten Woche reißt man erfahrungsgemäß nichts mehr raus. Da sollte man in erster Linie für den Wettkampf gewappnet und erholt sein. Außerdem sollte man kurz vor dem Event nicht mehr das Material wechseln und vielmehr mit den Schuhen, Stöcken und der Bekleidung laufen, mit der man trainiert hat. Beim Lauf selbst ist es wichtig, die Strecke nicht zu schnell anzugehen, gerade bei so einer langen Distanz. Wenn man die ersten zehn von 35 Kilometern zu hochpulsig und mit einer zu hohen Frequenz geht, macht einen das schon platt – in Sachen Lungenvolumen, Ausdauer und Muskulatur. Man sollte sich also zunächst im Grundlagenausdauerbereich bewegen. Wenn man nach 25 Kilometern merkt, dass man noch ein paar ‚Körner‘ übrig hat, kann man nochmal zulegen. Das ist dann auch im Kopf leichter. Man sollte also immer sein eigenes Tempo laufen und sich nicht von anderen Läufern mitziehen lassen. Alle halbe Stunde unbedingt einen Schluck Wasser zu sich nehmen und nach spätestens 40 bis 50 Minuten eine Kleinigkeit essen – am besten eine Banane oder einen Riegel. Am Morgen vor dem Wettkampf sollte man ebenfalls leicht essen: Müsli, Haferschleim oder Toast mit Butter und Honig.“

Mehr Infor zur „Nordic Walking Queen“ gibt es auf der Website http://www.nordic-walking-queen.dewww.nordic-walking-queen.de oder bei facebook unter www.facebook.com/nordic.walking.queen.

Quelle: (matchit PR/C. Henßel)
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