Ganz so dramatisch wie einst bei Aschenputtel ist es nicht, dass im ganzen Königreich nur ein Schuh passt. Doch den richtigen Laufschuh für sich zu finden, ist eine Kunst …
Warum soll ich im Fachgeschäft kaufen?
Diese Fragen beschäftigen nicht nur uns, sondern auch viele unserer Leserinnen. Wir haben uns umgesehen und Hilfe vom Laufexperten Joachim Schwarzer erhalten, zunächst zum Thema Beratung. Kann ich nicht einfach in den Laden gehen, mir ein Paar Schuhe aussuchen, reinschlupfen und selbst feststellen, dass der Schuh passt? Ich merke doch, dass der Schuh sitzt und weich genug ist oder ob er irgendwo drückt. Oder nicht? Joachim Schwarzer weiß: „Wer lange Spaß am Laufen haben und lange verletzungsfrei bleiben möchte, der sollte sich unbedingt individuell und kompetent beraten lassen.“ Denn ein guter Verkäufer weiß: Wenn der natürliche Bewegungsablauf auch nur minimal unterbrochen oder verändert wird, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Achillessehne schmerzt, das Knie ziept, das Schienbein wehtut. Die Zeitspanne, bis sich die Probleme zeigen, ist unterschiedlich lang: Es kann Tage dauern, Wochen, Monate oder auch Jahre. „Doch dann ist es meist schon so spät, dass es sehr lange dauert, bis man das Problem wieder in den Griff bekommt“, betont Joachim Schwarzer. Wird der Fuß auch nur ein klein wenig anders aufgesetzt, als er es selbst auf natürliche Weise tun würde, gleichen erst das Knie, dann die Hüfte die Bewegung aus. Und je nachdem, wie der Einzelne darauf reagiert, kann die Kette den Rücken entlang bis in den Nackenbereich fortgesetzt werden. Fazit: Laufverletzung, Schmerzen, Verspannungen, Entzündungserscheinungen. Gute Schuhhändler geben die so genannte Zufriedenheitsgarantie. Das ist fast ein Muss-Angebot und erlaubt, dass ein Umtausch auch nach dem Tragen möglich ist.
Ist mein Laufschuhverkäufer kompetent?
Und wie erkenne ich nun, dass mein Verkäufer Bescheid weiß und mein Laden den nötigen Service bietet?
Quelle: (active woman Mai/Juni 2010; Text: Sonja Tajsich)