Jede Übung sollte ca. 30 Sekunden lang ausgeführt werden. Lassen Sie dabei Ihrer Fantasie freien Lauf. Und denken Sie daran: Sie sind das Vorbild. Also mitmachen, es lohnt sich!
Bewegungsgeschichte – Thema „Ausflug“:
1. Wir machen heute einen Ausflug. Steige auf dein Fahrrad und fahre los (auf der Matte in der Rückenlage die Beine wie beim Radeln bewegen).
2. Schau mal in den Himmel, dort fliegen ganz viele Flugzeuge kreuz und quer (von der Matte aufspringen, nach oben schauen und wie ein Flugzeug durch den Raum laufen).
3. Lass uns weiterradeln, aber pass auf, es geht ganz steil bergauf. Nimm ordentlich Anschwung und fahre, so schnell du kannst (wieder auf der Matte in Rückenlage die Beine schnell bewegen und dann immer langsamer werden).
4. Das haben wir geschafft. Da vorne sehe ich Kühe, du auch? (in den 4-Füßlerstand gehen und ganz laut „muh“ machen). Und mittendrin ist ein kleines Katzenbaby (im Wechsel „muh“ und „miau“ – dabei einen Katzenbuckel machen).
5. Oh, ein Ameisenhaufen. Alle Ameisen laufen aufgeregt durcheinander.
6. Jetzt sind wir endlich am See angekommen. Schnapp dir dein Ruderboot (in ein imaginäres Boot steigen und im Sitzen die Ruderbewegung nachahmen).
7. Neben uns sind ganz viele Fische unterwegs. Einige stecken sogar den Kopf aus dem Wasser (Wie machen die Fische? Natürlich in Bauchlage durch den Raum schlängeln und Fischmünder machen).
8. Da kommt auf einmal ein riesengroßer Hai aufgetaucht und schnappt nach den Fischen (fragt sich nur, wer der Hai sein darf, und wer der Fisch).
9. (Also ganz schnell zurück in die Menschenrolle schlüpfen) Wir haben natürlich auch Angst vor dem Hai und geben in unserem Ruderboot ordentlich „Gas“ (schnelle Ruderbewegung im Sitzen).
10. Auf dem Festland angekommen lehnen wir uns erst einmal an einen Baum und machen eine kleine Verschnaufspause (Partnerübung Baum).
Falls Sie sich gerade erst warmgeübt haben, können Sie die Geschichte einfach weiterspinnen. Oder denken Sie sich eine ganz eigene Geschichte aus. Ein mögliches Motto könnte sein: Dschungel, Tiere im Zoo oder Urlaub. Bauen Sie immer einen Wechsel von An- und Entspannung in die Bewegungsgeschichte ein. Wenn Ihr Kind danach Lust auf mehr verspürt, dann versuchen Sie mit speziellen Körperübungen weiterzumachen. Ganz zum Schluss legen Sie sich rücklings auf die Matte zur Entspannung. Die Augen sollten geschlossen sein. Assoziationen wie „weichgekochte Spaghetti“ helfen Kindern dabei, die Muskelspannung loszulassen. Auch hier kann eine kleine Geschichte dazu beitragen, die Tiefenentspannung zu erlernen und in die Entspannung hineinzuführen. Ein paar Augenblicke absoluter Stille folgen. Um die Kinder aus dieser totalen Entspannung herauszuführen, sollte man mit ruhiger Stimme und ein paar Sätzen die Muskelspannung zurückbringen. Auch mit geöffneten Augen und in der Seitlage können die Kinder so lange liegen bleiben, wie sie möchten. Zum Abschluss kann man „Mantras“ abspielen oder gemeinsam ein Lied singen. Und vielleicht werden Sie beim Yogaüben eine ganz neue Seite an Ihrem Kind kennen lernen.
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Quelle: (active woman November/Dezember 2009; Text: Sandra Cammam)