„Eine aktuelle Studie zeigt, dass einundhalb Mahlzeiten mit grünem, blättrigem Gemüse pro Tag das Risiko, Typ 2 Diabetes zu entwickeln, um 14 % senkt. Generell wird empfohlen, 5 mal am Tag Obst und Gemüse zu essen, um beispielsweise das Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen sowie für Krebs zu verringern“, erklärt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Er bezieht sich dabei auf eine Übersichtsarbeit von Forschern um Patrice Carter von der Universität von Leicester in Großbritannien.
Der Artikel wurde in der Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlicht. Die Wissenschaftler hatten 6 Studien mit insgesamt 220 000 Teilnehmern analysiert, die sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Obst und Gemüse und dem Diabetes-Risiko befassten. „Man vermutet, dass Obst und Gemüse aufgrund der enthaltenen Antioxidantien zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen beitragen. Die Reduzierung des Diabetes-Risikos von grünem, blättrigem Gemüse könnte möglicherweise auf dessen hohen Gehalt an Magnesium zurückzuführen sein“, erläutert Dr. Wesiack.
Die Ergebnisse unterstützen auch die Vermutung, dass Lebensmittel als Ganzes wesentlich nützlicher für die Gesundheit sind als beispielsweise isolierte Substanzen, die antioxidativ wirken. Studien zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen durch Nahrungsergänzungsmittel haben hingegen wenig positive Ergebnisse gebracht. „Bevor jedoch tatsächlich eine Empfehlung ausgesprochen werden kann, speziell mehr grünes, blättriges Gemüse zu essen, um das Diabetes-Risiko zu senken, sind noch weitere Studien nötig“, erklärt Dr. Wesiack.
„In jedem Fall ist aber generell zu empfehlen, mehr Gemüse und weniger Fleisch und Wurst und andere tierische Fette zu verzehren, um das Risiko für zahlreiche Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs, zu verringern.“ Weitere Informationen zum Thema Diabetes finden Sie unter www.internisten-im-netz.de
Quelle: (Ärzte im Netz e.V.)