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20.08.2010 | 10:38 h
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Gesundheit, TopNews 1

Aktiv trotz Bronchialasthma - geht das?

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Beim Sport kommt der Kreislauf in Schwung, das Herz schlägt schneller, die Atemfrequenz ist erhöht. Was aber, wenn man an Asthma leidet und die Verengung der Atemwege zu Luftnot führt und körperliche Anstrengung zusätzlich noch akute Asthmaanfälle auslösen kann? Wir erklären Ihnen, weshalb Sie gerade deswegen nicht auf Sport verzichten sollten.

Obwohl es schon später Nachmittag ist, brennt die Sonne noch erbarmungslos herab. Jeder Schritt wird zunehmend schwerer, ich hechle wie ein Hund, versuche, Luft in meine Lungen zu pumpen. Definitiv keine gute Laufeinheit. Zu schnell angefangen, zu schnell gelaufen, dazu die Hitze … Zu meiner Linken ringt meine Laufgenossin Judith um Atem. Sie trifft es schlimmer, kriegt noch weniger Luft als ich, Pfeifen ist zu hören. Dabei bekommt sie eigentlich Luft, kann die verbrauchte Luft aber nicht ausatmen. Sie hat Asthma. Sport trotz Asthma? Geht das denn und ist das überhaupt sinnvoll?

„Es ist in jedem Falle sinnvoll, trotz Asthma Sport zu treiben“, sagt Angelika Biberger, die Leiterin der Sporttherapie am CJD Asthmazentrum Berchtesgaden. „Durch körperliches Training ist es möglich, die Schwelle, bei der Atemnot auftritt, nach oben zu verschieben. Es müssen jedoch bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden.“

Wenn die Luft wegbleibt

Bei Asthma bronchiale, wie der vollständige Name lautet, handelt es sich um eine chronische Entzündung der Atemwege, die überempfindlich auf bestimmte Reize reagieren. Husten und pfeifende Atmung sind typisch. Aber auch die gefürchteten akuten Asthmaanfälle, die immer und überall und ganz plötzlich beginnen können. Dabei verkrampfen die Bronchien, die Bronchialschleimhaut schwillt an, zäher Schleim wird abgesondert.

Doch ist es eigentlich nicht so, dass man zu wenig Luft bekommt. Das Gegenteil ist der Fall: Die Ausatmung funktioniert nicht richtig, da die Atemwege verengt sind. Es bleibt zu viel verbrauchte Luft in den Lungen, die nicht ausgeatmet werden kann, so dass nicht genügend sauerstoffreiche, neue Luft eingeatmet werden kann. „Es fühlt sich so an, als würde ich versuchen, eine Kerze mit einem Strohhalm auszupusten – da kommt kaum was raus“, erzählt Judith. Heilbar ist Asthma bisher nicht, verschwindet aber bei Kindern oftmals mit der Pubertät und kann in der Regel mit Medikamenten und anderen Therapiemaßnahmen gut eingestellt werden.

Ursachen von Asthma

Die Auslöser für die Atemnot sind vielfältig.

Quelle: (active woman Juli/August 2010; Text: Andrea Hofstetter)
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