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10.08.2010 | 12:02 h
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Gesundheit, TopNews 1

Gegen den Durst

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Trinken Sie auch zu wenig? Sind Sie sich da wirklich sicher? „Dass man mindestens zwei Liter täglich trinken muss, ist ein Märchen“, sagt Ernährungs­expertin Silke Kayadelen. Ja, wie viel denn dann? Und was am besten? Wir sagen es Ihnen!

Foto: Staatl. Fachingen Medium

Der Körper besteht zu zwei Dritteln aus Wasser, sagt die Wissenschaft. Und während eines Ironman verliert er bis zu zwanzig Liter. Gut, der Alltag ist kein Langstreckentriathlon, aber zwei Liter – erhobener Zeigefinger: zwei Liter! – täglich sollte jeder mindestens trinken. Ob man will oder nicht. Am besten nur Wasser sowie Kräutertees und vor allem keinen Kaffee und keinen Alkohol – das letzt genannte Schurkenduo entziehe dem Körper nämlich kräftig die Flüssigkeit. Und wenn das Durstgefühl kommt, ist es eigentlich schon zu spät. Dann hätte man schon trinken sollen. Laufen wir also am besten immer mit einer Wasserflasche in der Hand durch die Gegend? Stellen uns den Wecker am Schreibtisch auf „jede Stunde klingeln“? Packe ich schon bei der morgendlichen Joggingrunde einen Trink­rucksack auf den Rücken?


Der Bedarf ist individuell


„Alles unnötig!“, sagt die Fitness- und Ernährungsexpertin Silke Kayadelen. „Viele Empfehlungen zum Thema Trinken sind heute wissenschaftlich überholt.“ Zunächst einmal: Der individuelle Flüssigkeitsbedarf variiert stark, entgegen der landläufigen Meinung braucht der Körper zum Beispiel im Winter aufgrund der trockenen Luft mindestens genauso viel – oder wenig – wie im Sommer. Bei Hitze und Sport: Je mehr man schwitzt, desto mehr Wasser sollte man dem Körper gönnen – er wird in Form von Durst auch danach verlangen. Was bisher oft falsch dargestellt bzw. schlichtweg nicht mit einberechnet wurde: Je mehr Flüssigkeit man bereits über das Essen aufnimmt, desto weniger Durst wird sich bemerkbar machen, und desto weniger braucht man zu trinken. Silke Kayadelen betont: „Über die feste Nahrung werden in der Regel schon 700 ml Flüssigkeit täglich aufgenommen.“ Apropos feste Nahrung: Neuesten Erkenntnissen zufolge sollte man das Mittag- und Abendessen nicht unbedingt mit literweise Flüssigkeit hinunterspülen, durch die Verdünnung verändert sich nämlich der pH-Wert im Magen und beispielsweise Eiweiß wird schlechter verwertet.

Wie gefällt es dem Körper denn dann am besten?

Quelle: (active woman Juli/August 2010; Text: Monika Huber)
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