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10.08.2010 | 12:02 h
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Gesundheit, TopNews 1

Gegen den Durst

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Trinken Sie auch zu wenig? Sind Sie sich da wirklich sicher? „Dass man mindestens zwei Liter täglich trinken muss, ist ein Märchen“, sagt Ernährungs­expertin Silke Kayadelen. Ja, wie viel denn dann? Und was am besten? Wir sagen es Ihnen!

Foto: Staatl. Fachingen Medium

Über den Tag verteilt beispielsweise zwei große Gläser Apfelschorle oder Wasser zu trinken, wenn sich Durst bemerkbar macht – bei Hitze und Sport wird er sich lautstärker melden –, und ein, zwei Tässchen Kaffee am Morgen und sogar die bisher immer empfohlenen zwei Liter Flüssigkeit für den Körper sind – nach Adam Riese – erreicht. Kaffee?! Aber der entzieht doch Flüssigkeit, oder nicht? Kaffee wirkt harntreibend, doch bei „Gewohnheitstrinkern“ und nicht mehr als drei Tassen pro Tag gleicht das der Körper ruck, zuck wieder aus, und die Flüssigkeit steht dem Körper trotzdem zur Verfügung. Vom bereits ebenso erwähnten Alkohol lässt man im Gegensatz zum Kaffee am besten ganz die Finger, denn er entzieht dem Körper nicht nur tatsächlich Flüssigkeit, sondern schadet auch Körper- und insbesondere Nervenzellen.


Wie viel, wann und was trinken?

Was schmeckt dem Körper denn am besten? Tee? Säfte? Mineralwasser? „Wichtig ist, etwas zu finden, was man gerne trinkt“, so Silke Kayadelen. „So dass man bei Durst auch tatsächlich zum Glas oder zur Flasche greift.“ Wenn einem stilles Wasser auf Dauer zu langweilig sei, könne man es beispielsweise mit einem Schuss Birnensaft oder einem Spritzer Johannisbeersaft aufpeppen oder zu Mineralwasser greifen. „Achtung: Nicht nur Gummibärchen und Schokolade, auch stark zuckerhaltige Getränke oder Säfte machen dick“, so die active woman-Expertin. Beschäftigen Sie sich also mit der Kalorienzahl, bevor Sie literweise „Zuckerwasser“ in sich hineinkippen.

Quer gefragt: Kann denn zu viel Trinken schaden? Tatsächlich schon. Wenn durch literweises Trinken von „leerem“ Wasser – das heißt mit zu wenig Elektrolyten – und gleichzeitiges starkes Schwitzen bei anstrengendem Ausdauersport im Sommer (z. B. auf einem Langstreckenlauf) anteilsmäßig zu viele Mineralien und Salze aus dem Körper ausgeschwemmt werden, können Organe geschädigt werden, sogar Hirnfunktionsstörungen aufgrund zu niedriger Natriumwerte auftreten.
Keine Angst: Der Körper braucht Flüssigkeit, um zu funktionieren, darin ist sich die Wissenschaft einig.

Quelle: (active woman Juli/August 2010; Text: Monika Huber)
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