Aktiv trotz Bronchialasthma - geht das?
je 1 Minute gehen mit je 20 Sekunden so schnell wie möglich laufen miteinander ab.
Das war wohl auch der Fehler bei unserer Laufeinheit. Judith fühlte sich bombastisch. Das Aufwärmen war nur halbherzig und alibimäßig, gar nicht so, wie intervallartiges Aufwärmen durchgeführt werden sollte.
Sonderfall Leistungssport
Unter Kindern ist Asthma die häufigste chronische Krankheit, von den insgesamt etwa zehn Prozent leiden in der Mehrheit Jungen daran; oft verschwindet die Krankheit im Laufe der Pubertät aber wieder. Im Erwachsenenalter überwiegt der Anteil der Frauen unter den rund fünf Prozent der Bevölkerung. Doch gibt es eine Gruppe, die in besonderem Ausmaß von der chronischen Atemwegserkrankung betroffen ist: Leistungssportler.
Laut neuesten Studien hätten zum Beispiel bis zu 50 Prozent der Langläufer Asthma, so Angelika Biberger. Das komme dadurch, dass die Atemwege von Hochleistungssportlern aufgrund von Trainingshäufigkeit, -umfang und -intensität zum Beispiel kalter und trockener Luft, Pollen oder Stoffen wie Chlor im Schwimmbad stärker ausgesetzt seien. Dies könne eine Schleimhautentzündung in den Atemwegen verursachen und zu Leistungssportasthma führen.
„Neben den Umgebungsbedingungen scheinen vor allem auch die Trainingsintensität und die Trainingsdauer für die Entwicklung eines so genannten Leistungssportasthmas eine große Rolle zu spielen. Untermauert wird diese auch durch eine Studie, die zeigt, dass bei einem hohen Prozentsatz der Athleten das Asthma nach Beendigung des Leistungssports wieder verschwindet“, erklärt Angelika Biberger.
Doch ab welchen Trainingsumfängen spricht man von Leistungssportasthma? Laufen auch ambitionierte Hobbysportler, die beispielsweise mehrere Rad- oder Laufmarathons oder Ironman-Distanzen im Triathlon im Jahr absolvieren, Gefahr, diese Form des Asthmas zu bekommen? Hier kann Angelika Biberger leider keine Entwarnung geben: „Wenn Hobbysportler mit hohen Trainingsumfängen und -intensitäten bei sehr kalten und trockenen Umgebungsbedingungen trainieren, besteht auch für sie ein Risiko, Leistungssportasthma zu entwickeln.“ Da ist es besser, wenn man besonders im Winter bei Extremtemperaturen das Training öfter mal auf Rolle und Laufband im Studio verlegt.
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