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20.08.2010 | 10:38 h
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Gesundheit, TopNews 1

Aktiv trotz Bronchialasthma - geht das?

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Beim Sport kommt der Kreislauf in Schwung, das Herz schlägt schneller, die Atemfrequenz ist erhöht. Was aber, wenn man an Asthma leidet und die Verengung der Atemwege zu Luftnot führt und körperliche Anstrengung zusätzlich noch akute Asthmaanfälle auslösen kann? Wir erklären Ihnen, weshalb Sie gerade deswegen nicht auf Sport verzichten sollten.

„Voraussetzung ist eine angemessene medikamentöse Therapie. Entweder eine Dauertherapie, die es erlaubt, zu jeder Tageszeit Sport zu machen, oder eine so genannte Prämedikation, d.h. Inhalation eines kurzwirksamen Betamimetikums, das die Bronchien erweitert, zirka zehn Minuten vor Sportbeginn.“ Außerdem müssten die individuellen Allergien berücksichtigt werden, da beispielsweise Gräserpollen-Allergiker zur Zeit der Gräserblüte körperlich nicht so gut belastbar seien wie den Rest des Jahres über. Ebenso könnten Infekte die körperliche Belastbarkeit bis zu vier Wochen herabsetzen.

In vielen Städten bieten Lungensportgruppen modifizierte und für Lungenkranke geeignete Sport- und Bewegungstherapien für Asthmatiker an, die nicht überfordern und für verbesserte Belastbarkeit sowie spürbare Ausdauer sorgen. Unter körperlichen Belastungen wie beispielsweise Treppensteigen kommt man so nicht mehr in Atemnot.

Ganz normal Sporteln?

Unabhängig von speziellen Lungensportgruppen müssen Asthmatiker aber nicht auf „ganz normalen“ Sport verzichten. Man müsse jedoch bei kraftbetonten Sportarten und Sport im Wettkampf Acht geben, da diese ein größeres Risiko hätten, Asthmaanfälle auszulösen, warnt die Asthma-Expertin. Grünes Licht gibt sie hingegen für Laufen, Radeln, Walken, Schwimmen und Co.: „Ausdauersport­arten im submaximalen Bereich haben den höchsten therapeutischen Effekt in Bezug auf die Atemnotsschwelle“. Bevor ein Asthmatiker eine Sporteinheit in Angriff nehmen kann, müssen der momentane Gesundheitszustand, gegebenenfalls mittels einer Peak-Flow-Messung, überprüft und bei Bedarf auch Medikamente eingenommen werden. In stabilen Phasen gibt es in der Regel keine Einschränkungen für Trainingsumfänge. Allerdings kann es zum Beispiel wetter- oder jahreszeitenbedingt zu Einschränkungen kommen: Angelika Biberger weist darauf hin, dass so genannte spezifische Reize wie Pollen oder unspezifische Reize wie kalte Luft oder Nebel das Risiko eines Asthmaanfalls beim Sport erhöhen.

Eine medikamentöse Therapieanpassung und intervallartiges Aufwärmen seien unbedingt notwendig. Letzteres ist enorm wichtig und sollte von jedem Asthmatiker zu Beginn des Trainings durchgeführt werden, denn es beugt in der Regel einem Anstrengungsasthma vor. Beim intervall­artigen Aufwärmen wechseln sich über zirka zehn Minuten z.B.

Quelle: (active woman Juli/August 2010; Text: Andrea Hofstetter)
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